Kursprojekte


Die Ansprechpartner der LiteraturInitiative an den hier mit Kursprojekten vorgestellten Schulen sowie an unseren weiteren Kooperationsschulen finden Sie hier.

Herbst 2015: Literatur-Projekt zum Bilderbuch "Steckt" in der Arnold-Zweig-Grundschule in Berlin-Pankow


In unseren Kursen der 1. und 2. Klasse haben wir das neue Bilderbuch von Oliver Jeffers Steckt gelesen. Wir möchten euch zuerst kurz erzählen, worum es in dem Buch geht und warum es uns so gut gefällt.
Da das Buch ein offenes Ende hat, haben wir uns außerdem einfach selbst überlegt, wie es ausgehen könnte, und möchten euch unseren eigenen Schluss der Geschichte präsentieren.


Eines schönen Tages lässt Floyd seinen roten Drachen fliegen. Dieser verfängt sich plötzlich in einem Baum und bleibt stecken. So sehr Floyd auch an der Schnur zerrt und zieht, er bekommt den Drachen nicht frei. Floyd möchte aber auf keinen Fall ohne seinen Drachen nach Hause gehen, also entschließt er sich, einen seiner Schuhe nach dem Drachen zu werfen, um ihn wieder frei zu bekommen. Doch – oh Schreck- auch der Schuh bleibt stecken, sein LIEBLINGSCHUH. Der darf nicht im Baum bleiben! So wirft Floyd auch seinen zweiten Schuh nach oben. Ob der zweite Schuh den Drachen und den ersten Schuh nach unten bringen kann, verraten wir euch nicht.

Wir empfehlen euch, Steckt unbedingt selbst zu lesen, da es ein unglaublich lustiges Buch ist. Es gibt nur sehr wenig Text, aber die vielen Bilder erzählen die Geschichte wunderbar von selbst.
An manchen Stellen im Buch haben wir gedacht: „Das kann doch gar nicht sein! Wie soll das denn funktionieren?“ Aber genau dies macht Steckt so witzig. Schaut doch selbst in das Buch!

von den Leseratten Emilia K., Emilia v K., Felix, Finnley, Henri, Josephine, Julius, Laurenz, Lara, Mia, Nika, Paula, Selma und Yael aus der 1. und 2. Klasse

Auf der letzten Seite des Buches sieht man den Baum, auf dem alles Mögliche steckt, sogar ein Wal und ein Feuerwehrauto mit Feuermännern. Einer von ihnen sagt: „Haltet durch Jungs, ich habe eine großartige Idee...“ Und das ist unser Ende der Geschichte:

Der Feuerwehrmann zwängt sich aus dem Feuerwehrauto, klettert heraus und den Baum hinunter. Dann holt er sich eine Fliegenklatsche und wirft sie auf den Baum. Weil der Baum nun wieder voll ist, fällt etwas von oben herunter, nämlich die Säge. Der Feuerwehrmann schnappt sie sich und will den Baumstamm durchsägen. Doch die Säge ist viel zu klein und zerbricht. Er sagt: „Was soll ich jetzt machen? Keine Ahnung!“ Dann klebt er die kaputte Säge einfach wieder zusammen und wirft sie auf den Baum. Sie bleibt stecken. Dafür kracht nun der Wal herunter. Seine große Schwanzflosse lehnt am Baum und ragt bis zur Krone. Alle Menschen und Tiere rutschen herunter. Jetzt holt der Wal Schwung und schlägt seine Flosse mit ganzer Kraft gegen den Baum. Er stürzt um und alles, was feststeckte, ist nun wieder unten.

von den Leseratten Arvid, Charlotte, Felix, Grete, Jan, Leni, Lilith, Mai Ly, Moritz, Pauline, Sapphire und Talib aus der 1. und 2. Klasse

Frühjahr 2015: Im Garten der Schmetterlinge in der Grundschule an der Bäke in Berlin-Steglitz

© Kerstin Hanne 2015.
© Kerstin Hanne 2015.
© Kerstin Hanne 2015.
© Kerstin Hanne 2015.
© Kerstin Hanne 2015.


IM GARTEN DER SCHMETTERLINGE

Dieses Jahr wollten wir den Frühling mit viel Farbe, Freude und Theaterluft begrüßen.

Wir haben uns Die Werkstatt der Schmetterlinge von Giovonda Belli angesehen und viel über den Satz: „Schmetterlinge sind wie das Niesen des Regenbogens.“ nachgedacht. Wie sieht es aus, wenn ein Regenbogen niest? Krümmt er sich? Verwischen seine Farben? Wie fühlt er sich dabei? Kann man das wirklich mit einem schönen bunten Schmetterling vergleichen?

Unsere Antworten waren sehr unterschiedlich und auch ein bisschen verrückt. Richtig verzaubert hat uns der neue Titel von Philippe Ug Im Garten der Schmetterlinge. Es ist ein wunderschönes POP-UP-Buch. Jede Seite hat uns in Staunen versetzt und uns ein lautes: OooooH entlockt. Deshalb haben wir uns noch viele andere tolle POP-UP-Bücher angesehen, aber der Garten der Schmetterlinge hat uns am besten gefallen. Besonders beeindruckt hat uns die Gottesanbeterin, die sich im hohen Gas versteckt, um unsere geflügelten Freunde zu fangen.

Wir haben selbst POP-UP-Schmetterlingskarten gebastelt und gemeinsam ein Gedicht geschrieben. Alle hatten gute Ideen, Karline und Feline haben den Text für uns aufgeschrieben. Natürlich dachten einige von uns beim Lesen von so viel Schmetterlingsliteratur auch an die Raupe Nimmersatt. Wusstet ihr, das es die auch als POP- UP Buch gibt? Kenan las sie uns vor, weil sie nicht alle kannten und wir haben uns gemeinsam über die tollen Bilder gefreut. Wir wollten die Geschichte unbedingt spielen. An diesem Tag waren wir 17 Kinder, so dass Zuschauer und Schauspieler gut wechseln konnten. Wir hatten tolle Kulissen und den meisten Spaß daran, durch den Kokon zu kriechen und mit bunten Tüchern als schöner Schmetterling davon zu flattern. Ganz zart und leicht, so als wenn die Sonne mit den Wimpern zuckt. Auch das Schmatzen als Raupe Nimmersatt war laut und lustig, das dürfen wir sonst ja nicht.

Vielleicht gefallen euch unsere Karten, unser Gedicht oder auch die Fotos von unserem Spiel. Wir hatten sehr viel Spaß!!!

Feline, Karline, Havin, Vivien, Alexandra, Baris, Tufan, Ronja, Kenan, Natascha, Nina, Janek, Emlia, Sari, Aselya. Leseratten der 1./2. Klasse an der Bäke Grundschule in Berlin-Steglitz

Frühjahr 2015:
Geschichtenwerkstatt mit Story Cubes an der Käthe-Kollwitz-Grundschule in Nauen


Eine Story-Cubes-Geschichte

Morgens zum Frühstück aß ich einen Apfel. Die Tür fiel ins Schloss und los ging’s. Draußen schien mir die Sonne in die Augen. Ich machte sie zu. Als ich meine Augen wieder öffnete, sah ich meinen eigenen Schatten. Er begleitete mich bis zur Schule.

Als Hausaufgabe sollte ich eine Sternschnuppe fotografieren. Also ging ich abends in den Garten. Ich schaute nach oben und wartete. Dann sah ich eine Sternschnuppe. Ich wünschte mir, dass mein Traum mit einem Fallschirm zu fliegen, in Erfüllung geht. Leider flog die Sternschnuppe zu schnell und ich konnte sie nicht fotografieren. Ich ging zurück ins Haus und malte eine wunderschöne Sternschnuppe, die so aussah wie die echte.

von Anton, mit Unterstützung von Mikko, Saskia, Kira und Paula, Leseratten der 2./3. Klasse der Käthe-Kollwitz-Grundschule Nauen

Story Cubes, das sind 9 Motiv-Würfel. Jedes der gewürfelten Bilder kann beliebig in eine Geschichte eingebaut werden. Die Kinder können die Geschichte einzeln oder auch gemeinsam erzählen. Dabei entstehen oft komische, mitunter aber auch sehr philosophische Geschichten.

Sommer 2014: Zungenbrecher in der Paul-Klee-Grundschule in Berlin-Tempelhof

© LIN 2014.
© LIN 2014.
 


Ein kurzes Kursprojekt: Zungenbrecher, selbst geschöpft

Aus dem Buch
10 Minuten Dings und andere Ideen zum Leben und Schreiben
von Timo Brunke, Klett Kinderbuch, 2013, 103 Seiten, 13,95 €,
haben wir die Aufgabe erhalten, Zungenbrecher selbst zu schöpfen.
Auf einer Karte notierten wir in Zweiergruppen ein Wort, das wir nur schwer aussprechen konnten. Dann sammelten wir darauf Wörter, die ähnlich klangen oder beinahe gleich geschrieben werden. In unseren Gruppen machten wir uns schließlich daran, aus diesen Wörtern einen Zungenbrecher zu kreieren...

Elif und Jana:
Alle Heuballen fallen ins Aquarium mit Quallen und die Krallen sind im Solarium.

Florine und Rebecca:
Die Schulputzfrau putzt die Flure im Schulgebäude. Der Schulflur-Pool ist cool.

Cayan und Efekan:
Die Laktose badet mit Hose in der Dose und Ranz bittet um einen Tanz, ganz wie eine Gans. Da gibt es ein Feuer, super teuer.

Simon und Moritz:
Die Eichen finden Leichen an den Weichen. Da kommt ein Spinner mit Konstrukt zum Produkt und sagt Spinne, Rinne, Sinne.

Aber wir hatten noch viel mehr Ideen und so entstanden ganze Zungenbrecher-Geschichten. Viel Spaß beim Lesen!

Zungenbrechergeschichten zum Download als PDF

Mai 2014: Zauberbaumprojekt an der Grundschule an der Bäke in Berlin-Steglitz

 


Begonnen hat unser Zauberbaumprojekt mit der Lektüre der afrikanischen Fabel Bojabi, der Zauberbaum. Sie erzählt von einem besonderen Baum voller roter, reifer Früchte, die wie süße Melonen duften, so groß sind wie Mangos und saftig wie Granatäpfel. Weil alle anderen Pflanzen vertrocknet sind und die Tiere großen Hunger haben, möchten sie seine Früchte essen. Allerdings hat sich die größte Python, die sie jemals gesehen haben, um den Stamm des Baumes gewickelt. Sie lässt die Tiere nur von den Früchten essen, wenn diese ihr den Namen des Baumes nennen. Doch den weiß nur der König der Tiere, der Löwe. Einer nach dem anderen machen sich die Tiere auf den Weg zu ihm, um den Namen des Melonen-Mango-Granatapfel-Baumes zu erfahren. Doch nicht jeder kann ihn sich auch merken!

Im Anschluss an die Lektüre haben wir uns eigene Zauberbäume mit besonderen Eigenschaften und Zauberkräften ausgedacht, diese gemalt und uns gegenseitig vorgestellt. Jeder Zauberbaum ist anders geworden und hat uns zum Geschichten Erzählen angeregt. Deshalb haben wir in den folgenden Kursstunden gemeinsam für jeden Zauberbaum eine Geschichte erfunden und sie aufgeschrieben. Dazu haben wir uns zunächst überlegt, was überhaupt für eine Geschichte alles notwendig ist, wie zum Beispiel Hauptfiguren und ein Handlungsort. Auch der Titel durfte keiner Geschichte fehlen. Jeder konnte seine Ideen einbringen. Was aber tatsächlich in die Geschichte gelangte, durfte der Erfinder des jeweiligen Zauberbaumes entscheiden. So entstanden insgesamt acht verschiedene Geschichten, die wir im Januar sogar im Schlosspark Theater bei der LIN-Gala Kinder- und Jugendliteratur ins Theater vorstellten. 
Um diese Geschichten abschließend in einem eigenen Buch zusammenzufassen, gestalteten wir noch ein Deckblatt, überlegten uns einen Titel und schrieben einen Klappentext.

Das fertige Buch Die Zauberbaumgeschichten könnt ihr euch hier als PDF anschauen

Baycan, Josephine, Julius, Karline, Leo, Mia, Rieke und Vincent aus der 2. Klasse der Grundschule an der Bäke

Mai/ Juni 2014: Kursprojekt Märchenverfremdung an der Gustav-Falke-Grundschule in Berlin-Mitte


In dem Sprachspiel- und Wortakrobatikbuch Muss man Miezen siezen? zeigte uns Autorin Gerda Anger-Schmidt, dass man ein Märchen auch ganz anders erzählen kann, nämlich rückwärts. In ihrem Der Froschkönig rückwärts erzählt spielt sich alles verkehrt herum ab. So wirft die Königstochter zum Beispiel den Prinzen an die Wand und der verwandelt sich daraufhin in einen Frosch.
Dieses verrückte und witzige Rückwärtsmärchen hat uns so begeistert, dass wir es gleich selbst ausprobieren wollten. Schnell fiel unsere Wahl auf „Rotkäppchen“.  Zunächst erzählten wir es in richtiger Reihenfolge nach und hielten die wichtigsten Etappen schriftlich fest. Dann begannen wir mit der letzten und fingen an das Märchen rückwärts neu zu erzählen. Doch das alleine reichte uns nicht. Wir ließen die Geschichte nicht nur anders herum ablaufen, sondern versuchten sie auch inhaltlich und sprachlich ins Gegenteil zu kehren. Dabei mussten wir aufpassen, dass die verdrehte Handlung insgesamt trotzdem stimmig bleibt.
 
Was wir schließlich aus „Rotkäppchen“ gemacht haben, könnt ihr hier selbst lesen:

Käppchenrot und Muttergroß
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben Käppchenrot, Muttergroß und der Jäger noch heute und feiern, dass sie den bösen Wolf besiegt haben. Und Käppchenrot denkt sich, dass sie von nun an immer vom Weg abkommen will, weil es ihr die Mutter erlaubt hat. Dann schneidet der Jäger dem Wolf den Bauch auf, holt Wackersteine raus und steckt Käppchenrot und Muttergroß hinein. Als der Wolf schläft, klettert der Jäger zum Fenster heraus und verschwindet. Der Wolf wacht auf und spuckt Käppchenrot wieder aus. Er schaut sie sich an und wundert sich, wie komisch Muttergroß aussieht. „Muttergroß, warum hast du so kleine Ohren?“, fragt er und Käppchenrot antwortet „Damit ich dich schlechter hören kann.“ Der Wolf fragt weiter: „Warum hast du so kleine Augen?“ und Käppchenrot sagt: „Damit ich dich schlechter sehen kann.“ „Und warum hast du so kleine Hände?“, möchte er wissen. „Damit ich dich schlechter packen kann.“ Schließlich fragt er: „Warum hast du so ein kleines Maul?“ „Damit ich dich schlechter fressen kann.“, antwortet Käppchenrot, verabschiedet sich und geht zurück in den Wald. Der Wolf spuckt darauf Muttergroß aus und geht auch in den Wald. Dort trifft er wieder Käppchenrot. Sie fragt ihn: „Willst du nicht ein paar Blumen für Muttergroß pflücken?“ „Natürlich!“, sagt der Wolf und pflückt Blumen. Käppchenrot aber geht zurück zu ihrer Mutter, ohne dabei vom Weg abzukommen. Als sie dort ankommt, sagt die Mutter: „So, mein Schätzchen, hier hast du Brot, Wein und Kuchen für Muttergroß. Pass auf, dass du auch vom Weg abkommst!“ Dann nimmt die Mutter ihr ihre rote Kappe weg. Und deshalb nennt sie jeder Käppchenrot.

Alvin, Bruno, Fatima, Harald, Javier, Josephine, Kora, Leyla-Amanie, Linus, Luna, Luka, Lukas, Mark, Paula und Vivienne aus der 2. Klasse der Gustav-Falke-Grundschule in Berlin-Mitte

Mai/ Juni 2014:
Kursprojekt Buchtipp als Radiobeitrag an der Georg-Weerth-Oberschule in Berlin-Friedrichshain


Im Literaturkurs an der Georg Weerth Schule haben wir zum Thema Dystopie das Buch Méto – Das Haus von Yves Grevet gelesen. Das Buch ist 2012 bei DTV erschienen und wurde aus dem Französischen übersetzt. Es hat 217 Seiten, kostet 14,95 € und ist ab 12 Jahren.

Wie üblich war im Anschluss an die Lektüre ein Buchtipp angedacht. Da es an unserer Schule eine Radio AG gibt, kam uns jedoch die Idee, den Buchtipp nicht – wie gewöhnlich – schriftlich zu verfassen, sondern als Radiobeitrag aufzunehmen. Die Radio AG stimmte dieser Kooperation zwischen den beiden AGs erfreulicherweise zu.
Im nächsten Schritt überlegten wir im Literaturkurs, was der Beitrag alles enthalten sollte. Jedes Kursmitglied wollte natürlich berücksichtigt werden. Schließlich war entschieden, wer welchen Redebeitrag übernimmt. Jede Kurschülerin und jeder Kursschüler hat seinen Part dann im Kurs verschriftlicht und schließlich erfolgten in drei aufeinanderfolgenden Kursstunden mit der Radio AG zusammen Aufnahmen.
Begonnen haben wir mit den allgemeinen Angaben zum Buch, kurzen Informationen zum Autor und einer Kurzdefinition des Begriffes Dystopie. Den Mittelteil bildet die Inhaltsangabe mit unserer Beurteilung des Buches. Abschließend gibt es noch eine kleine Leseprobe mit einer Situation im Klassenzimmer.

Nach anfänglicher Scheu hat es uns ziemlich Spaß bereitet, den Buchtipp zu Méto – Das Haus als Audiodatei aufzunehmen. Wir saßen alle im Kreis um zwei große Tische herum, in dessen Mitte das Mikrofon stand. Um unseren Einsatz nicht zu verpassen, verfolgten wir die einzelnen Passagen auf unseren Notizen. Als uns die Radio AG anschließend die Aufnahmen vorspielte, war es schon komisch unsere eigenen Stimmen zu hören, aber insgesamt waren wir mit dem Ergebnis zufrieden. Der Beitrag wurde sogar in unserer Schule, der Georg Weeth Oberschule ausgestrahlt und war auf dem gesamten Schulhof zu hören.

Andrea, Angelina, Damian, Franziska, Jamal, Jeremy, Leona, Michelle und Mika, 7. Klasse Georg Weerth Schule

Aber hört doch selbst, was dabei raus gekommen ist...

Juni 2014:
Geschichtenwerkstatt mit Story Cubes an der Käthe-Kruse-Grundschule in Berlin-Steglitz


Eine mit Story Cubes erzählte Geschichte, erwürfelt bzw. erfunden von sechs Kindern mit sechs Würfeln:

Am Anfang der Welt hockten Höhlenmenschen um ein Lagerfeuer.
Die bauten einen "Tempel der Gerechtigkeit“, der aussah wie eine Waage. Die Ungerechten starben im Feuer im Keller des Tempels.
Eine Zauberhand prophezeite, dass die Menschen gute Ernte haben würden, aber in 1.000 Jahren würden alle Menschen sterben.
Dann wurden Türen gebaut, die die einfachen Löcher in den Wänden des Tempels ersetzen sollten. Und um diese abzuschließen, wurde das Schlüsselloch erfunden. Eines Tages blieben aber alle Schlüssel in den Schlüssellöchern stecken.
Weil die Menschen nicht mehr in ihren Tempel kamen, bauten sie ein neues Haus – und eine Pyramide. Die ging aber kaputt, also bauten die Menschen eine neue, die bis heute steht und gestorben sind die Menschen immer noch nicht.

Und was ist die Moral von der Geschicht?

von Andrin, Elena, Hannah, Jannes, Jolina, Kalina, Leseratten der 1.-3. Klasse in der Käthe-Kruse-Grundschule in Berlin-Steglitz

Story Cubes, das sind 9 Motiv-Würfel. Jedes der gewürfelten Bilder kann beliebig in eine Geschichte eingebaut werden. Die Kinder können die Geschichte einzeln oder auch gemeinsam erzählen. Dabei entstehen oft komische, mitunter aber auch sehr philosophische Geschichten.

Juni 2013:
Kursprojekt Szenische Buchempfehlung zu Die tollkühnen Abenteuer von JanBenMax auf dem Sommer-Schulfest der Clemens-Brentano-Grundschule in Berlin-Zehlendorf

© LIN 2013 CBS-Sommerfest Bild: Vicki Feldhaus.
© LIN 2013 CBS-Sommerfest Bild: Vicki Feldhaus.
© LIN 2013 CBS-Sommerfest Bild: Vicki Feldhaus.
© LIN 2013 CBS-Sommerfest Bild: Vicki Feldhaus.
© LIN 2013 CBS-Sommerfest Bild: Vicki Feldhaus.
 


Auf Einladung der Schulleiterin Frau Korth und der Konrektorin Frau Adamzik hatten die Leseratten der Clemens-Brentano-Grundschule am Ende des Schuljahres im Juni 2013 die Gelegenheit, im Rahmen des jährlichen Sommer-Schulfestes eigene Lieblingsbücher auf der Bühne vor Publikum vorzustellen.

Während sich zwei Erstkläßlerinnen für die Vorstellung ihrer beiden Lieblingsbände aus der Kinderbuchreihe Ella (Hanser Verlag) entschieden, waren sich die Kinder aus dem 2. Klasse-Kurs überraschend schnell einig, dass für den kleinen Auftritt überhaupt nur ein Buch in Frage kam, das wirklich alle Kinder im Kurs kannten und liebten: Das Kinderbuch Die tollkühnen Abenteuer von JanBenMax von Zoran Drvenkar (cbj Verlag), das wir gemeinsam am Anfang des Schuljahres gelesen hatten. Von der Idee zum Projekt begeistert, stiegen auch noch zwei Leseratten aus dem 3. Klasse-Kurs ein.
Natürlich wollten die Kinder nicht einfach eine langweilige Buchempfehlung vorlesen, sondern überlegten wie man die tollen Abenteuer der drei Brüder Jan, Ben und Max spannend präsentieren könnte. Schließlich entschied sich jede Leseratte sowohl für eine Lieblingsfigur als auch eine Lieblingsgeschichte, zwei Kinder waren Erzähler und eine Leseratte kümmerte sich um die Kostüme und Requisiten. Die Idee war, dass zeitgleich alle drei Figuren aus dem Buch auf der Bühne stehen und nacheinander oder auch gemeinsam ihre Geschichte erzählen würden.
Da wir natürlich nicht über eine Sammlung von Kostümen und Dingen, die man für solch einen Auftritt brauchen könnte, wie sie z. B. ein Theater hat, verfügten, wurde gemeinsam überlegt, welche Kostüme und Materialien wirklich wichtig waren, um das erzählte Abenteuer als Zuhörer zu verstehen. Zusätzlich sollten in einigen Szenen große A2-Plakate wichtige Hinweise zu der jeweiligen Geschichte geben, z. B. zur Nase der Nachbarin, in die Jan, Ben und Max als sie kleiner als Reiskörner sind reisen oder zum Feuerwehrauto, mit dem die drei Brüder in der Geschichte durch die Zeit reisen.
Die Aufregung vor dem Auftritt war dann natürlich groß, denn wie immer bei solchen Projekten war die Vorbereitungszeit viel zu kurz gewesen. Aber da alle gleichermaßen aufgeregt waren, war das nicht so schlimm. Nachdem alle Kinder endlich im Getümmel des Schulfestes gefunden waren, gingen wir zusammen zur Bühne. Dann war es soweit! Die beiden Leseratten aus der 1. Klasse sprachen ganz frei ohne Zettel über ihre Bücher als wären sie gar nicht aufgeregt. Das war toll! Dann ging es endlich für uns los. Und obwohl unsere Kursdozentin in der Aufregung die Namensschilder neben der Bühne vergaß, die Sonne uns in die Gesichter brannte und die Mikrofone echt schwer waren, lief es dann doch ganz prima! Es gab viel Applaus und alle waren begeistert.

Unser nächster Auftritt kommt bestimmt, vielleicht schon beim Literaturfest der LiteraturInitiative im November!

Hannah und Katharina aus der 1. Klasse und
Eleni, Jette, Joline, Lena, Lukas, Paul aus der 2. Klasse und
Alina und Lenaic aus der 3. Klasse der Clemens-Brentano-Grundschule in Berlin-Zehlendorf

April bis Juni 2013:
Kursprojekt Bilderbuchwerkstatt zum Thema Gefühle in der Grundschule an der Bäke in Berlin-Steglitz

Titelcover.
© LIN 2013 Leserattenkurs.


Emotionen wie Freude, Geborgenheit, Aufregung, Angst, etc. sind unsere ständigen Begleiter im Alltag sowie täglichen Miteinander und geben dem Leben überhaupt erst Farbe. Emotion, was heißt das überhaupt? Welche Gefühle gibt es? Und wann und vor allem, durch welche Situation werden sie ausgelöst?


Endlich sind die Feinarbeiten zu unserem Kursprojekt, ein eigenes kleines Buch zu erstellen, abgeschlossen und wir möchten euch davon berichten. Beschäftigt haben wir uns mit dem Thema Emotionen, da diese unsere ständigen Begleiter im Alltag sind. Dabei sind unsere Gefühle nicht immer gleich. An einem Tag fühlt man sich fröhlich, glücklich, an einem anderen Tag kann schlechte Laune überwiegen.
Interessiert hat uns insbesondere, wie Emotionen in einem Bild dargestellt werden können, was uns nicht sehr einfach schien.

 

Zunächst haben wir uns drei verschiedene Bilderbücher zu dem Thema angeschaut, darüber gesprochen und die Illustrationen verglichen.
In dem ersten Titel Heute bin ich zeigt ein kleiner Fisch viel Gefühl. So ist er erst fröhlich, dann neugierig, zornig, schüchtern etc.. Der Fisch steht im Fokus der einzelnen Seiten und unterhalb der Abbildung ist der Gefühlszustand verschriftlicht. Bei der ersten Betrachtung des Buches haben wir die Begriffe auf den einzelnen Seiten abgedeckt und anhand der Abbildung erraten, in welchem Zustand sich der kleine Fisch gerade befand. Das war sehr lustig. Wir konnten uns dabei selbst Geschichten ausdenken, was der kleine Fisch wohl erlebt hatte.
Auch das zweite Bilderbuch Als die Fische spazieren gingen regte unsere Phantasie an. Die Illustrationen von Eva Muggenthaler stellen Gegensatzpaare dar und die vielen kleinen Details in den Abbildungen ermutigen dazu, die einzelnen Fäden der dargestellten Figuren weiterzuspinnen.
Sehr lustig fanden wir die zwei Brüder im dritten Bilderbuch Echte Kerle, die behaupten, nur Mädchen müssen Teddies mit ins Bett nehmen, um sich nicht zu fürchten. Jungen hingegen empfinden keine Angst. Als sich die beiden jedoch über Gespenster unterhalten, verstecken sie sich immer weiter unter der Bettdecke und müssen überraschenderweise feststellen, dass auch sie Angst haben. Auch wir mussten zugeben, uns alle schon einmal gefürchtet zu haben, egal ob Junge oder Mädchen.

© LIN 2013 Bild: Gesa Hamer.
© LIN 2013 Bild: Gesa Hamer.
© LIN 2013 Bild: Gesa Hamer.
© LIN 2013 Bild: Gesa Hamer.

Nachdem wir über die drei Bücher gesprochen und diese miteinander verglichen haben, bestand die nächste Aufgabe darin, selbst ein Bild anzufertigen, das eine Emotion ausdrückt und eine Geschichte zeigt. Wir haben unsere Geschichten einander mündlich vorgestellt und unsere Dozentin hat diese dann aufgeschrieben. Das Resultat haben wir noch einmal gemeinsam besprochen und letzte inhaltliche sowie sprachliche Änderungen vorgenommen. Daraus ist schließlich unser eigenes kleines Bilderbuch entstanden.

Unser Bilderbuchprojekt als PDF zum Reinschauen

Asya, Benet, Chodeda, Elif, Ilias, Jonathan, Julius, Leseratten der 2. Klasse der Grundschule an der Bäke

Dezember 2012:
Kursprojekt Steinzeit in der Erich-Kästner Grundschule in Berlin-Dahlem

© LIN 2012, Leseratten Bild: Maren Lage.
© LIN 2012, Steinzeitkette Bild: Maren Lage.
© LIN 2012, Höhlenmalerei Gruppenbild Bild: Maren Lage.
© LIN 2012, Höhlenmalerei Einzelbild Bild: Maren Lage.
© LIN 2012, Höhlenmalerei Einzelbild Bild: Maren Lage.
© LIN 2012, Höhlenmalerei Wollnashorn Bild: Maren Lage.
© LIN 2012, Höhlenmalerei Wollnashorn Bild: Maren Lage.
© LIN 2012, Leseratten mit Höhlenmalerei-Plakat Bild: Maren Lage.
© LIN 2012, Ausflug zum Museum für Vor- und Frühgeschichte Bild: Maren Lage.
 


Liebe Leserattenfans,

in den letzten Wochen fand in unserem Leserattenkurs ein spannendes "Steinzeitprojekt" statt, von dem wir Euch unbedingt berichten möchten.

´Steinzeit`, davon hatten wir alle schon einmal etwas gehört. Am Anfang hat jeder erzählt, was er darüber weiß. Manche hatten Spielzeuge oder Bücher zu Hause, die mit der Steinzeit zu tun haben, und brachten sie das nächste Mal mit.
Aus dem Buch Wir entdecken die Steinzeit von Doris Rübel (Ravensburger 2006) haben wir eine Menge über die Altsteinzeit erfahren. Die meiste Zeit lebten gar keine Menschen auf der Erde und vor uns gab es andere Menschenarten! Woher wissen wir etwas über diese Zeit und was ist überhaupt Archäologie? Wie lebten diese Menschen und welche Werkzeuge benutzen sie? Über diese und viele andere Fragen haben wir gesprochen und uns vorgestellt, wie es wäre, als Jäger und Sammler zu leben.
Dazu haben wir die Geschichten über Die kleinen Wilden von Jackie Niebisch (dtv 20125) gelesen und viel gelacht. Die kleinen Wilden versuchen, mit immer neuen Tricks, das Mammut zu jagen, obwohl ihre Eltern das verboten haben. Dabei erleben sie lustige Abenteuer.
In anderen Büchern gab es Fotos von ausgegrabenen Funden oder Fundplätzen zu bestaunen. Besonders gefielen uns die Reste von Schmuck und die Höhlenmalerei. Deshalb haben wir eine ´Steinzeitkette` gebastelt und auf Packpapier Tiere der Eiszeit, wie Mammut und Wollnashorn, gemalt. Nachdem wir das Packpapier zerknüllt hatten, sah es fast aus wie eine echte Höhlenwand!
Wir haben uns natürlich gewünscht, einmal echte Dinge aus der Steinzeit zu sehen. So beschlossen wir, das Museum für Vor- und Frühgeschichte im Neuen Museum zu besuchen. Auf unserem Weg zur Museumsinsel sahen wir ein von Polizisten bewachtes Haus. Hier wohnt die Bundeskanzlerin Angela Merkel und wird von den Polizisten beschützt.
Als wir vor dem Neuen Museum standen, haben wir uns gewundert, dass das Museum ´neu` sein soll, denn es sah ganz schön alt aus. Wir haben erfahren, dass das Neue Museum tatsächlich alt ist und wie es zu seinem Namen kam.
Im Museum für Vor- und Frühgeschichte holte die Museumsführerin einen großen Koffer voller originaler Fundstücke aus der Steinzeit hervor. Das Tolle war, dass wir diese Sachen nicht nur ansehen, sondern tatsächlich anfassen durften! Man musste natürlich ganz vorsichtig mit den Werkzeugen umgehen, denn sie sind sehr alt und wertvoll. Stellt Euch vor: Einige der Stücke hatten echte Neandertaler hergestellt!
Wir haben allerhand ausgepackt: zuerst den Faustkeil. Mit dem Faustkeil in der Hand begriffen wir sofort, wie und wozu die Menschen ihn benutzt haben. An einem neuen Feuersteinmesser konnten wir sehen, wie scharf die Geräte einmal waren. Es schnitt ganz leicht durch dickes Papier! Von den Speeren und Pfeilen der Jäger waren natürlich nur die Steinspitzen übrig geblieben, aber es gab sogar einen nachgebauten Pfeil! Besonders gerne mochten wir auch die kleine Knochennadel, mit der die Kleidung aus Fell und Leder genäht wurde. Zum Schluss wurde uns ein Steinzeitfeuerzeug gezeigt. Leider darf man im Museum aber kein Feuer machen.
Die Zeit verging viel zu schnell! Schon mussten wir alles wieder in den Koffer einpacken und uns vom Museum verabschieden. Nun war auch unser schönes "Steinzeitprojekt" zu Ende.

Anna-Bella, Caroline, Lynn, Manuel, Pauline, Viktoria und Wilma aus der 2. Klasse der Erich-Kästner Grundschule in Berlin-Dahlem