Liebe to go

Autor: Cora Gofferjé
Verlag: Rowohlt

Von: Fricka, 7. Klasse

Seit ihrem Schulabschluss vor ein paar Jahren lässt Hannah sich treiben, reist von Ort zu Ort, fängt Ausbildungen an, die sie aber regelmäßig wieder abbricht, gibt sich einer ihrer vielen Liebschaften hin und genießt einfach das süße Leben als Tochter aus reichem Haus mit praktisch unbegrenzter Kreditkarte in der Tasche. Während ihres Hawaiiurlaubs verliebt sie sich in Surfer Jeffrey, doch aus einer glücklichen Beziehung wird nichts: ihre Eltern rufen nach über einem Jahr Funkstille an und fordern sie auf, nach Hause zurückzukehren. Widerwillig macht Hannah sich auf den Weg. Zuhause eröffnet ihr Vater ihr seine Zukunftspläne für sie: Hannah soll BWL studieren und die väterliche Firma übernehmen. Hannah weigert sich, sie will ein Studium an der Lee Strasberg-Schauspielschule in New York beginnen. Schließlich schlägt ihr Vater einen Kompromiss vor: Wenn Hannah es schafft, sich ein halbes Jahr ohne seine Unterstützung über Wasser zu halten, unterstützt ihr Vater sie finanziell weiter wie bisher, wenn nicht, muss sie auf die Wünsche ihres Vaters eingehen. Kein Problem, denkt Hannah, und zieht nach Berlin in die WG einer Freundin. Doch da täuscht sie sich...

Dieses Buch beweist: auch reiche Menschen haben Probleme! Hannah zum Beispiel hat nie gelernt, mit Geld richtig umzugehen und deshalb bereitet ihr das Leben als normale, selbstverdienende junge Erwachsene zuerst große Probleme. Erst in der WG wird ihr klar, wie vielen Menschen es schlechter geht als ihr. Hannah entwickelt sich vom naiven Mädchen zur selbstständigen Frau und diese Entwicklung ist sehr interessant zu beobachten. Gut gefallen hat mir auch der sprachliche Stil. Cora Gofferjé schafft es, die Charaktere und Schauplätze der Geschichte mit Leben zu füllen.
Eine schöne, sommerliche Lektüre mit einem tollen, etwas überraschenden Ende für alle Mädchen ab 12.

Kursschülerin im Schadow-Gymnasium in Zehlendorf

ISBN 978-3499215940, 2011, 12,99 Euro, 224 Seiten.