So wüst und schön sah ich noch keinen Tag

Autor: Elizabeth LaBan
Verlag: Hanser

Von: Johanna, 9. Klasse

Duncan beginnt sein letztes Jahr am Irving-Internat, wie in jedem Jahr bekommt auch er einen „Schatz“ von dem vorherigen Zimmerbesitzer. In seinem Falle ist es Tim Macbeth, der ihm CDs hinterließ, auf welchen er über sein letztes, für ihn jedoch auch erstes und einziges, Schuljahr berichtet.
Tim ist ein Albino und wurde deshalb schon immer angestarrt und gemobbt, doch auf der für ihn neuen Schule lernte er Vanessa kennen, bei der er sich das erste Mal nicht wie ein Außenseiter fühlt. Am Ende seines Schuljahrs kommt es allerdings zu einem dramatischen Absturz, in den Duncan verwickelt war.

Dadurch dass man aber nicht weiß, was damals passiert ist, ist das Ganze spannend zu lesen. Tim hat Duncan diese CDs nun hinterlassen, um ihm zu erklären, wie es zu allem gekommen ist.
Toll gemacht finde ich es, wie man immer wieder in die Geschichte hineingezogen wird, weil man zusammen mit Duncan sozusagen wissen möchte wie es bei Tims Erzählung weitergeht, um die Geschichte verstehen zu können.

Außerdem wird man durch die Sicht von Tim als ständig Angestarrten zum Nachdenken angeregt über sein eigenes Verhalten gegenüber Menschen mit auffälligen Merkmalen.
Irreführend ist meiner Meinung nach aber das Cover, welches durch die darauf skizzierten Menschen eher nach einem Buch für Jüngere aussieht, obwohl ich finde, dass es ein Buch für Jugendliche ab 13 Jahren ist.

Kursschülerin der 9. Klasse am Schadow-Gymnasium in Berlin-Zehlendorf


ISBN 978-3446250826, 2016, 16,90 Euro, 288 Seiten.