Mein Helgoland

Autor: Isabel Bogdan
Verlag: mare

Von: Katrin (Team LiteraturInitiative)

Wo beginnt eine Insel – und wo ein Roman?

»Der Hotelier aber sagt, das ist kein Wind. Er erzählt, dass sie sich früher, als Kinder, wenn richtig Wind war, hier oben im Oberland am Zaun festgehalten haben und dann waagerecht in der Luft geflattert sind. Überhaupt ist der Hotelier ein großer Geschichtenerzähler, was vielleicht kein Wunder ist: Er ist ein Neffe von James Krüss, dem größten Geschichtenerzähler der Insel und vermutlich überhaupt bekanntesten Helgoländer.«

In diesem ungewöhnlichen und sehr persönlich verfassten Buch begibt sich die mittlerweile in Hamburg wohnhafte Autorin und Übersetzerin Isabel Bogdan auf die Spurensuche zum einen nach ihrer eigenen, persönlichen Schreibbeziehung zu „Deutschlands einziger Hochseeinsel“ Helgoland. Warum gelingt ihr bei ihren Aufenthalten auf Helgoland das Schreiben von Texten so viel besser als am heimischen Schreibtisch? Welche Besonderheiten der Inselgemeinde und deren wechselvoller Historie haben ihr Verhältnis zur Insel Helgoland geprägt?
Zum anderen wirft sie einen – ausgehend vom berühmtesten Geschichtenerzähler der Insel James Krüss und dessen Autorenschaft – einen Blick darauf, was gutes Erzählen eigentlich ihrer Ansicht nach ausmacht. Und stellt die Frage, welche Parallelen es vielleicht überraschenderweise zwischen der Entdeckung eines Romans oder eben einer Insel gibt.
Eine Karte der Insel Helgoland auf dem vorderen Innenblatt des Buches bietet Ortsunkundigen beim Lesen eine Orientierung.

Eine Neuerscheinung nicht nur für Helgoland-Liebhaber, sondern auch für diejenigen, die sich schon immer gefragt haben, was es mit der Liebe der Menschen zu dieser Insel auf sich hat.

Begleitend ist dazu im Argon-Hörbuch-Verlag unter dem gleichnamigen Titel eine ungekürzte Lesung der Autorin Isabel Bogdan des Buches erschienen.

ISBN 978-3-86648-654-6, 2021, 18 Euro, 112 Seiten.