Angsthase

Autor: Heinz Janisch/ Helga Bansch (Ill.)
Verlag: Jungbrunnen

Von: Felicia, 9. Klasse

Viele Hasen sind empört, weil die Menschen mit dem Begriff Angst häufig den Hasen in Verbindung bringen. Kurzerhand berufen die Hasen daher eine Versammlung ein, bei der die von ihnen allen empfundene Ärgernis diskutiert wird. Gemeinsam tragen sie etliche weitere Eigenschaften zusammen und kommen zu dem Schluss, dass sie nicht nur schlau und flink, sondern auch unerschrocken, mutig sowie schnell sind. Die anhaltende Empörung über den verwendeten Begriff „Angsthase“ mündet schließlich in einer Abstimmung und dem Beschluss, dass sie ab sofort nur noch als „Muthasen“ bezeichnet werden wollen. Und auch Kinder, die über diese positiven Eigenschaften der Hasen verfügen, sollen künftig so genannt werden.

Das Buch besteht aus einer wunderbaren Mischung farbenfroher Bilder und kleiner Texte.Es behandelt auf unterhaltsame Weise ein wichtiges Thema, da viele Menschen schon sehr früh unter Vorurteilen zu leiden haben. Mir gefällt gut, dass die Geschichte zum Nachdenken anregt und die jungen Leser*innen zum genaueren Hinsehen und Nachfragen animiert, denn oft besteht zwischen Vorurteilen und der Realität ein gewaltiger Unterschied. Auch macht die Geschichte auf unterhaltsame Weise deutlich, dass Vieles häufig mehrere Seiten hat und es sich lohnt, zu versuchen, etwas aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Das Buch eignet sich für Kinder ab 5 Jahren, da sowohl die Sprache als auch die Illustrationen etwas anspruchsvoller sind. So werden beispielsweise Begriffe wie „international“, „elegant“ und „beantragen“ verwendet und die Zeichnungen wirken teilweise leicht abstrakt.

Schüler-Praktikantin der LiteraturInitiative

ISBN: 978-3-7026-5939-4, 2020, 15 Euro, 32 Seiten.